Das Buch ist da! Wer will es haben?

Wenn es ums herumkünsteln geht, bin ich ja eher ein Kurz- und Mittelstreckenläufer. Für Großprojekte fehlt mir nicht nur die Geduld, sondern auch die entsprechend lange Motivations-Ausdauer. Aber jetzt habe ich es endlich geschafft, eine Text- und Materialsammlung zusammenzustellen (Mit Texte sind die Lied-Texte gemeint, die meist mit dem Akkordeon Salon Orchester, aber auch mit ZMOT öffentlich aufgeführt wurden).
Das, was mich über knapp 10 Jahre beschäftigt hat und über ein Jahr Edition und Korrekturen brauchte, ist jetzt doch nur ein kleines Heftchen im CD-Format. Aber ich hoffe, dass alles was ich weg gelassen habe, auch wirklich weg gehört und das kleine Buch liegt gut in der Hand und schmeichelt allen Sinnen.
Nachdem ich das Projekt schon lange vor mir hergeschoben hatte, begann ich letztes Jahr während der Reise nach L.A endlich damit, die Texte zusammenzustellen. Man denkt, dass müsse eigentlich ganz schnell gehen, denn  alles war schon digital im Computer drin, aber trotzdem dauerte schier ewig. Dann schrieb ich an verschiedenen Versionen der Vorwortes, des Nachwortes und des Glossars und zweifelte zwischen durch auch immer wieder an der Notwendigkeit des Ganzen. Sehr störend war die Überlegung, ob ich mir einen Verlag suchen sollte, der das Buch offiziell verlegt. Da habe ich wirklich viel drüber nachgedacht. Aber nix gemacht. (Eine Telefonnummer habe ich mir besorgt und erfahren, dass der kontaktierte Kleinverlag nur einen einzigen Autor hat und keinen zusätzlichen will). Diese „Verlag- oder kein-Verlag“-Nachdenkerei brachte also keinen Erkenntnisgewinn, keine sonstigen Vorteile und wurde irgendwann ad acta gelegt. Dann hatte ich auch endlich die notwendigen Fragen bezüglich des Lay-Out-Programmes geklärt und es ging eine Weile lang zügig voran, bis die nächste Motivationskrise kam. Aber da mindestens zwei Personen explizit das Erscheinen eines Druckproduktes forderten (Stefan und Frank, vielen Dank!), habe ich es dann doch immer wieder in die Hand genommen und mich beim x-ten Korrekturlesen gewundert, wo die vielen Tipp-, Flüchtigkeits- und Schreibfehler herkommen, die dürfte es doch längst nicht mehr geben!

Die Fahrt zur Druckerei war eine hochverdichtete Kreativ-Reise, denn früh fuhr ich mit einer Tages-Fahrkarte nach Falkenberg zur Ortsbesichtigung (Siehe Blog „Hawk Hill“), dann nach Berlin zur Druckerei und von dort nach Görlitz zum Landskron-Brauerei-Dreh (Siehe „Operation Landskron“). Während der Zugfahrt Falkenberg-Berlin entdeckte ich im Skript noch einige Bereiche, die nicht Korrektur gelesen worden waren und verbesserte in höchster Eile. DIESE Zugfahrt hätte ausnahmsweise mal etwas länger dauern können. Zum Glück gab es Lay-Out-Probleme mit der PdF-Datei und dann druckte man zunächst die falsche Version meines Buches, so dass ich noch mal ein Wochenende Zeit bekam, um Veränderungen vorzunehmen.
Trotzdem werden vermutlich viele Fehler drin sein, dessen bin ich mir sicher. Aber ihr kriegt es trotzdem. Das Konzept des Buches besteht eben darin, dass ich ALLE Lieder des Zeitraumes miteinbezogen habe. „Greatest Hits“ wäre genau das Gegenteil! Aber von meiner eigenen Plattensammlung kenne ich, dass diese ANDEREN Lieder, die ohne Hitambitionen auf der LP mit drauf waren, mir persönlich oft am besten gefallen haben. Jetzt, im Zeitalter der algorithmisch gebildeten Playlisten, scheint es mir, als sei die Verdichtung auf die Quotenknaller, Top-Ten, Evergreens und Mainstream noch viel schlimmer geworden. Deshalb gönne ich mir und euch einen hemmungslosen Absturz bis in die hintersten Hinterzimmer eines produktiven Lebensabschnittes. Aber kommt bloß nicht auf die dumme Idee, alles von vorne bis hinten durchzuhören, das hält niemand durch. Stellt euch Playlisten mit den Lieblingsliedern zusammen. Oder hört gar nichts, sondern lest einfach die Texte. Ihr könnt auch nur die Bilder anschauen. Oder das glatte Papier betasten. Wer das Buch kauft, weil er es als Wertanlage ansieht, zahlt einen Zuschlag von 400% Kapitalistenzuschlag.

So sieht es aus: Handlichen Format (145 x 130 mm, passt in jedes CD-Regal),
128 Seiten, Farbe, incl. Datenträger (CD mit 105 MP3-Dateien),
Listenpreis 20.- € plus Porto (persönliche Übergabe wird bevorzugt),
Bestellnummer MuPo 033

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Lang ersehnte Post heute hier eingetroffen

Eineinhalb Jahre habe ich gebraucht, ganz schön lang. Allerdings habe ich die meiste Zeit NICHTS gemacht, sondern nur nachgedacht. Mehr Details zum Entstehungsprozess dieses epochalen Werkes gibt es, wenn die dazugehörigen Daten-CDs gebrannt sind.

Fete de la Musique in Potsdam

Direkt am Potsdamer Hafen stand unsere mittelgroße Bühne. Vielen Dank an Martin, der uns auf die Schnelle ein Banner (siehe Bildhintergrund) gestaltet hatte und sich außerdem um die Beruhigung eines obdachlosen Psychopathen im Publikum kümmerte.
Meine Befürchtungen, dass bei einem solch großangelegten Musikfest das Publikum unstet hin- und herwandert, erwies sich als unbegründet, unsere Zuhörerschaft war konzentriert, der Sound (nach glaubwürdigen Ohrenzeugenberichten) super und wir brachten unsere Lieder gut rüber. Kurios war das versagen unseres MP3-Players, der nur in einem einzigen Lied („Paradies“) für den Rhythmus-Track gebraucht wird. Die Ersatzbatterien lagen bereit, aber wir hatten vergessen sie einzulegen und so kam es, dass das Gerät nach ca. 40 Sekunden seines 2-Minütigen Einsatzes wegen Strommangel den Dienst einstellte. Es gab dann die letzte Strophe spontan und etwas zu schnell mit dem Retro-Rhythmusgerät. Ein gelungener Auftritt und man hatte uns sogar eine Hotelübernachtung besorgt.
So verbrachte ich (mit Katja) noch einen schönen Abend in Potsdam (russische Kolonie mit Pseudo-Russen-Pop/Schiffbauergasse mit Wein am Wasser, dann Punk-Gelage im Innenhof) und konnte die Erkenntnis, dass es in der Landeshauptstadt imposanter als in Cottbus ist, nicht ganz unterdrücken.

Operation Landskron

Die Ei(n)fälle-Aktivisten (Gaber/Bräuer/Riedel) bei der feindlichen Übernahme des Brauhauses, gefilmt vom schnellen Kameramann Ralf

„Der Sponsor fickt das tote Huhn.
Der Künstler sagt: Das muss er tun!“
Zwischendurch verschlug es mich für zwei Tage ins schöne Görlitz. Dort befindet sich die Landskronbrauerei, Sponsor diverser Kulturaktivitäten und des Cottbuser Satirefestivals „Ei(n)fälle“.

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Falkenberg/Elster vs. Hawk Hill

Falkenberg_Collage

Wer etwas erzählen will, singt deutsch und wer Rockmusik machen möchte, singt englisch. Ist das zu pauschal gesagt? Oder habe ich einfach ein Problem damit, dass ich in der Kleinstadt Falkenberg stehe, Videoaufnahmen mache und irrtiert bin, ob das wirklich „Hawk Hill“ ist? Liegt es an einer Schere in meinen Kopf, dass alles, was auf Englisch formuliert wird, von allgemeiner, von globaler Bedeutung sein soll?
Auch wenn es vielleicht etwas weit hergeholt ist, ist Falkenberg eines von vielen Beispielen für Verlierer im pop-sozialen Kontext gemäß eines penetrant angewandten Paradigmas, welches uns sagt: Metropole ist geil, Großstadt ist cool, Kleinstadt ist scheiße.


Da ich ja als ausgewiesener Provinzler auch schon in/über Forst/Lausitz und Peitz gefilmt habe, Weiterlesen

ZMOT frisch fotografiert

ZMOT frisch fotografiert

Dank an Charlotte für die Fotosession. Desweiteren solltet ihr umbedingt unsere neu eingerichtete Youtube-Seite besuchen und zur Kenntnis nehmen, dass wir gerade eine ZMOT-CD vorbereiten. Nur in Home-Made-Kleinstauflage, das exclusive Weihnachtsgeschenk!  

Filmfestival-Vorbereitungs-Konzert im Comicaze

Da gibt es nicht viel zu reden, kommt einfach um 21:00 vorbei. Die Auftritt vom ASO werden immer seltener und im Comicaze ist es sowieso besonders schön. Ich hoffe, wir sind wieder in Vollbesetzung (Melissa am Bass, Christian an der Klarinette) und in Vollbesitz unserer expressiven Ausdrucksmöglichkeiten. Coole lateinamerikanisch angehauchte Dance-Tracks gibt es von Djane Morena (alias Melissa) in den Pausen und nach dem Konzert. Ich garniere das alles mit erlesenen Video-Schnipseln.