ZMOT im Heimstudio

Da wir bei Radio Slubfurt im grossen Radiointerview dieses Lied live spielten und es dann auch im ZMOT-Blog präsentieren wollten, musste mal wieder in höchster Eile eine Studioversion fertig gemacht werden. Ein authentischer Einblick in den Alltag von ZMOT. Gemeint ist natürlich medial inszenierter Alltag!
Die vielen Soundspielereien (Vermonaorgel, Glockenspiel, zwei parallele Rhythmusbox-Tracks, etc.) hatte ich schon aufgenommen, aber für Michael und Sahara Kalahari war der Song noch ziemlich neu, als sie im Studio antreten mussten.
Der Blog ZMOT on Tour 01 mit Auszügen aus dem Radiointerview, der Reise und weiteren Musikaufnahmen enthält auch Teile dieser Videos.

Noch mehr historische Super-8-Aufnahmen

Ausschnitte aus zwei Super-8-Filmen meines Bruders Karsten Schuster aus Ochsenfurt in Unterfranken aus dem Zeitraum 1979-80. Abiturientenhumor und die Widrigkeiten des Mediums S8 vereinen sich zu einem Klassiker des Absurden und Unverständlichen. Heimlich gefilmte Sequenzen auf dem Pausenhof des Gymnasiums Marktbreit waren damals noch etwas besonderes und zeigen u.a. den gefürchteten Direktor Georg Behr und den immer etwas verpeilten Physiklehrer Didi Flinner. Das wichtigste Gestaltungsmerkmal der Filme bestand darin, dass neben den persönlichen Freunden des Filmemachers alle coolen Freaks der Kleinstadt in einer kleinen Rolle auftauchen. Zu sehen sind: Michael Filies (unbekannt verzogen), Peppie Meixner (Ökoaktivist im Ochsenfurter Gau) , Ralf Schuster (Filmemacher in Cottbus), Andreas Pannicke (Pfarrer in Nordbayern), Konrad Gessner (Theologe, Religionslehrer), Edwin Maag (standhafter Gaukönigshofen-Bewohner), Thomas Kühn (unbekannt verzogen), Paul Lehrrieder (Mitglied des Bundestages), Herrmann Schwander (Psychologe), Andreas Halbleib (Psychologe??), Volkmar Halbleib (Mitglied des bayerischen Landtages), Willy Kämmer (Arzt), Gernot Ernst (Musiker, Medientechniker), Karsten Schuster (Ingenieur) und viele andere. Wer noch jemanden erkennt, kann das bitte als Kommentar ergänzen.
Icks Übsilon Ungelöst dauerte circa 30 Minuten und Amok 60 Minuten. In voller Länge sehr schwer verdaulich, deshalb habe ich die besten Szenen herausgeholt und zusammengeschnitten. Vielleicht ist die Veröffentlichung ein kleiner Trost, der uns über die ausgefallenen Klassentreffen hinweghilft. Diese Zusammenstllung lief schon mal auf einem Klassentreffen, das aber auch schon wieder sechs (oder elf) Jahre her ist.

ZMOT mit Verstärkung von Michael Lotzmanow

Corona schlägt gerade wieder zu und versaut uns den Herbst mit hohen Inzidenzzahlen. Zwar sind alle ZMOTler geschützt, aber es gibt ja auch die sogenannten Impfdurchbrüche und deshalb versuche ich zur Zeit Menschenansammlungen zu vermeiden. Es sei denn, die Menschen versammeln sich, um mir zuzuhören. Und so konnten wir uns nicht zurückhalten, als sich die Gelegenheit bot, im Quasimono beim Proberaumfestival aufzutreten, zumal wir unseren Geiger Michael erstmalig auf die Bühne bringen wollten. Wir spielten gleich am Anfang der Veranstaltung, als noch nicht so viele Leute da waren und die Luft noch halbwegs frisch. Vermutlich gibt es jetzt erst mal wieder keine Auftritte und wir verziehen uns ins Heimstudio.

Kunst und Musik oder Musik und Kunst?

ZMOT@home 10 drehten wir in Lieberose, wo kurz zuvor ein Zimmer auf die Schnelle renoviert worden war. Ein leerer Raum mit weißen Wänden kann ganz schnell zur Galerie werden. Allerdings nützt die Galerie nichts, wenn keine Besucher kommen. Aber: Die Bilder bleiben voraussichtlich bis zum 20.6. hängen und können nach Vereinbarung besichtigt werden. Voraussichtlich gibt es am 19.6. einen formlosen Kunst-Nachmittag im Lieberoser Garten und den dann geltenden Corona-Regeln enstprechend dürfen auch einzelne Personen in die Galerie. Am Wochenende danach kommt Benjamin Baddock nach Cottbus. Vielleicht ergibt sich da auch noch ein Happening! Was wann und wo im einzelnen passieren wird, erfahrt ihr über Mail!

Nachtrag: Es verdichten sich inzwischen die Gerüchte, dass Yoko Ono dieses Jahr beim Rohkunstbau im Lieberoser Schloss vertreten sein wird. Mal sehen, ob wir wir als Nachbarn am (internationalen?) Kunstrummel partizipieren können.
Hier auch noch der Link zum Zmot@home-Blog

Entspannungsmalerei

Neben dem vielen Aufnahmen für die Video-Blogs wurde mal wieder kleinformatig mit Wachsmalkreide auf Papier gezeichnet. Hier eine paar Beispiele. Mehr will ich gar nicht dazu sagen.

Meine erste Band: Okasa

Ausschnitte aus einem unvollendeten Super-8-Film aus der tiefsten Provinz, gedreht 1982. Als Musiker zu sehen sind Gernot Ernst, Stefan Weippert, Hans Gottwald, Elke Dietz, Elisabeth Sinn und ich, Ralf Schuster. Gert Dobner und Imelda Weippert haben kleine Gastauftritte, wurden aber beide irritierender Weise mit meiner Stimme nachvertont.

Was kann man von einer Band erwarten, deren Karrierehöhepunkt darin bestand in Gnötzheim aufzutreten? Und dann gab es da noch ein ganz großes Problem: Die Synchronität! Ich hatte mir keine Gedanken darüber gemacht, wie ich Bild und Ton beim Schnitt zusammenbringen sollte und deshalb wurde weitgehend darauf verzichtet, Menschen beim singen zu zeigen. Da wäre die Asynchronität so richtig aufgefallen! Beachtlicher Weise gibt es ab und zu doch kurze Momente, die man für synchron halten könnte, aber vielleicht ist es einfach Zufall. So wie die Bildschärfe. Stattdessen gibt es schlecht gespielte Pseudoauthentizität bis zum Abwinken! Es war damals eine dumme Idee gewesen, mit der Band, die ihre Auflösung schon beschlossen hatte, einen Film aufnehmen zu wollen. Da hatte ja keiner mehr Lust mitzumachen. Ich selbst war in Selbstmitleid und Resigantion verfallen und Stefan Weipperts eifrige Mitarbeit brachte den Film auch nicht in Schwung. Abgesehen von den Musikszenen gibt es noch einige missratene, assoziative Spielszenen, die niemand zu sehen bekommen wird. Der Super-8-Film hatte ungefähr 20 Minuten Spieldauer, war unfertig und so habe ich für die Nachwelt die „besten“ sieben Minuten herausgeholt und teilweise am Ton Veränderungen vorgenommen. Das Stück „Let´s go West“ stammt nicht aus dem Film. Diesen Titel habe ich auf einer Compact-Casette gefunden und erst jetzt unter die Schwimmbadszene druntergelegt.
Zur subkulturellen Einordnung: Zunächst hatte ich bei einer unbedeutenden Band mitgemacht, bei der alle älter waren als ich. Die hatten einen Schlagzeuger per Kleinanzeige gesucht und dann dudelten wir ungefähr eine Jahr lang diffusen Krautrock/Jazzrock-Gefilden herum. Danach, noch als Schüler, konnte ich mich bei Gernot und Stefan beliebt machen und wir gründeten „Okasa deluxe änd the brudel heidränts“. Das sollte eine fränkische Schreibweise für „Brutale Hydranten“ sein, also total bekloppter Schülerhumor. Aber es war meine erste Band in dem Sinn, dass wir uns auch als Freunde, Schicksalsgemeinschaft und Gesinnungsgenossen verstanden. Obwohl es schon 1979 war, kämpfen wir auf dem Land für die Anerkennung von Punk und New Wave, während die Mitschüler noch Genesis, Pinkfloyd, Alan Parsons Projekt hörten oder gar Barclay James Harvest. Wir fühlten uns immer missverstanden oder als verkannte Genies, aber wie der Film zeigt, waren wir einfach schlecht. Nach einigen Umbesetzungen bezogen wir als Proberaum ein Zimmer neben dem Swimmingpool in der Architektenvilla und nannten uns „The Okasa Pools“. Diese Besetzung klappte auch nicht sehr lange, sorgte aber für den Hauptschauplatz des Filmes. Da ich selbst nach dem Abitur ersteinmal sehr verunsichert und orientierungslos war, dauerte es eine Weile, bis neue musikalische Projekte für neues Selbstvertrauen sorgten. Gemeinsam mit Stefan, dem Bassisten der Okasas machte ich zunächst Punk, begann zu texten und zu singen und dann entstand die „Mesomere Grenzstruktur“. Das war die erste Band, bei der ich den Stil nennenswert prägte. Vielleicht erzähle ich demnächst noch ein bisschen mehr von meiner subkulturellen Jugend.

ZMOT@home

So, jetzt ist auch die vierte Ausgabe unseres Video-Blogs veröffentlicht! Es läuft besser als erwartet. Die erste Folge lebte durch die stetige Abfolge von Funktionsversagen und Fehlbedienungen der Geräte, die zweite durch visuellen Kunstüberfluss und in der dritten hatten wir schon ein bisschen Routine. Intuitiv würde ich ja am liebsten in jeder Folge die ganze Welt erklären aber, wenn man sich dann vorher überlegt, was man sagen könnte und auch darüber nachdenkt, was denn von dieser Erkenntnis sauber recherchiert und lückenlos begründet ist, schrumpft das zu sagende schnell. Ganz abgesehen davon, dass wir in der Aufzeichnung sowieso die Hälfte vergessen. Das hängt auch damit zusammen, dass wir uns auf die Lieder konzentrieren müssen, auf die Technik der Darbietung und die Technik der Aufzeichnung. So bleibt nur ein bisschen Konzentration für unser Gerede übrig. Aber inzwischen haben wir uns an die Technik gewöhnt und es wird besser. Es soll dabeibleiben, dass wir nicht so viel reden, sondern zwei Lieder singen und ein paar Randbemerkungen fallen lassen. Langt das? Nach aktueller Planung werden wir bis in den März hinein alle zwei Wochen genug Material haben, also Lieder, die relativ neu sind oder solche, die wir nicht oft gespielt haben. Weiterlesen

Von Atatak zu Tankataka

Atatak war/ist ein kleines Label aus Düsseldorf, auf dem legendäre NDW-Pioniere wie „Der Plan“ in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrtausends ihre Platten veröffentlichten. Tankataka hingegen ist das Musikprojekt einer jungen Ukrainerin, die es zum studieren nach Cottbus verschlagen hat und die ab und zu auf dem Campus ein paar Lieder vortrug. Man sieht: Das eine hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, abgesehen davon, dass mich beides jeweils zu seiner Zeit sehr beindruckt hat. Deshalb habe ich Tanja, die Sängerin und Hauptakteurin von Tankataka bei irgendeiner Gelegenheit gefragt, ob sie nicht ein paar ihr Lieder bei mir im MultiPOP-Studio aufnehmen möchte. Weiterlesen